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Fehlender Passus im Reglement beschert Uwe Zirbes doch noch Meisterschaftspunkte
Die anspruchsvolle Strecke des RTG11.1 hatte eine recht große Zahl an technischen Ausfällen zur Folge. Einigen Teams gelang es, havarierte Fahrzeuge wieder flott zu bekommen und manche mussten für diese Arbeiten auch eine Wertungsprüfung auslassen und entsprechende Strafzeiten in Kauf nehmen. Bei anderen Rallyes (z.B. FIA- oder DMV- Veranstaltungen würde das Auslassen einer WP und sogar schon das Überschreiten einer Maximalzeit zum vorzeitigen Ausscheiden des Teilnehmers und damit verbundenem Wertungsverlust führen. Nicht so im RTG. Wir haben für diese Fälle einen Strafzeitenkatalog, der es dem Teilnehmer ermöglicht im Rennen und in der Wertung zu bleiben. Dabei geht es uns einfach um die Tatsache, dass unsere Teilnehmer nach aufwendiger Anreise auch die Möglichkeit haben sollen, ihre Fahrzeuge im Gelände einsetzen zu können und nicht etwa nach einem techn. bedingten Ausfall in WP1 die Heimreise antreten zu müssen. In diesem Sinn haben natürlich die Teilnehmer nach erfolgter Reparatur immer wieder ins Renngeschehen eingegriffen, sei es auch nur in der letzten WP des Wochenendes. Ergo: Platzierung im Klassement und somit Meisterschaftspunkte für die GORM. Im Umkehrschluss wurden aber Teams, welche ihre Fahrzeuge nach Unfall oder Defekt nicht wieder einsetzen konnten oder wollten, ganz selbstverständlich aus der Wertung und dem Klassement genommen. Diese Praxis gilt seit dem ersten RTG im Frühjahr 2008 und hat bisher in immer gleicher Weise Anwendung gefunden. Allerdings, und das ist der fehlende Passus im Reglement, hat dies ausschließlich auf sportlichem Selbstverständnis basiert.
Dies ist Grundlage des Protestes des Hummer-Racingteam.
Im Protest wurde gefordert, für alle ausgelassenen Prüfungen nach dem Bergeunfall am Freitag, bedingt durch technische Probleme am Hummer (403), sowohl für diesen als auch für den funktionsfähigen aber trotzdem nicht mehr am Rennen teilnehmenden Steyer (406)eine Wertung mit entsprechenden Strafzeiten und damit eine Platzierung im Gesamtklassement zu erhalten.
Dem Protest wurde stattgegeben.
Begründung: Es ist im Reglement nicht festgehalten, dass für das Verbleiben des Teams in der Wertung der Wiedereinstieg ins Renngeschehen nach erfolgter Reparatur Voraussetzung ist. Auf Grund dieses fehlenden Passus musste dem Protest stattgegeben werden.
Um in der entsprechenden Fahrzeugklasse TL eine Gleichbehandlung der Teilnehmer zu gewährleisten, wurde durch die Rennleitung auch für die Startnummer 404 die Wertung mit entsprechenden Strafzeiten weitergeführt.
Die nach dem Protest geänderten Gesamtzeiten sind unter RTG11.1/Ergebnisliste rot dargestellt.
Information: Eine entsprechende Präzisierung des Reglements wird in den nächsten Tagen vorgenommen und auf der website veröffentlicht.
Jörg Schumann
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